Die Herstellung von Bier

Einmaischen: Der erste Schritt ist das sogenannte Einmaischen. Dabei wird das geschrotete Malz mit Brauwasser langsam auf etwa 70 Grad Celsius erhitzt. Dadurch werden die für das Bier nötigen Stoffe aus dem Malz gelöst. Die Enzyme, die beim Mälzen gebildet wurden, wandeln nun die Stärke in Malzzucker um. Gleichzeitig wird Eiweiß abgebaut.

Abläutern: Nach dem Einmaischen wird abgeläutert. Zu diesem Zweck wird in einen zweiten Kessel umgepumpt. Die gröberen, unlöslichen Bestandteile werden hier von der Flüssigkeit, der sogenannten "Bierwürze", getrennt. Die Maische, auch "Trebern" genannt, setzt sich ab. Sie ist reich an Proteinen und Eiweiß. Sie wird an Landwirte abgegeben, die sie dem Tierfutter beimengen

Kochen: Die Bierwürze kommt nun in die Würzepfanne zum "Kochen". Während des Kochens wird der Würze mehrmals Hopfen zugeführt. Der Kochvorgang bringt die aromatischen Stoffe des Hopfens zur Geltung.

Whirlpool: Schließlich wird die heiße Würze von Hopfen- und Eiweißbestandteilen getrennt. Meist geschieht dies im sogenannten Whirlpool. Dabei wird die Würze in Rotation versetzt. Die ungelösten Stoffe sammeln sich in der Mitte des Whirlpools. Danach wird die Würze abgekühlt

Gärung: Um aus der Bierwürze ein alkoholisches Getränk herzustellen, bedarf es der Gärung. Diese wird durch die Hefe hervorgerufen. Zum Gären werden eigens gezogene Hefen eingesetzt. Die Hefe wird der Bierwürze im Gärbottich zugegeben. Nach etwa einem Tag bildet sich eine dicke weiße Schaumschicht auf der Würze. Die nun folgende Hauptgärung dauert bis zu acht Tagen.

Reifung: Am Ende der Hauptgärung steht das Jungbier. Je nach Biersorte lässt man es zwischen zwei und sechs Monate lang nachgären und reifen. Dieser Reifungsprozess bewirkt saubere Bieraromen - und er führt zur Anreicherung mit natürlicher Kohlensäure.

Filtration: Das Bier ist nun fertig. Es ist naturtrüb, ein Zwicklbier. Durch die Filtration wird es klar und erhält seinen Glanz - oder es bleibt hefetrüb. Die Filtration erfolgt mit Hilfe von Kieselgur, welches Eiweiß und Hefepilze aufnimmt und somit das Bier reinigt.

Bier und Käse.

Eine spannende Kombination, die zum Ausprobieren einlädt und mit Sicherheit viele Überraschungen bereithält.

Gilt derzeit noch ein gutes Glas Wein als der ideale Begleiter für gereifte Köstlichkeiten, bieten sich dennoch zahlreiche weitere Möglichkeiten an. Die Rede ist natürlich von Bier. Während mit Wein behandelte Käse keine Seltenheit mehr darstellen, zieht ein in Biermalz gereiftes Exemplar die Aufmerksamkeit auf sich. Auch wenn es auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, was sollte als Begleitung zu Käsespezialitäten besser harmonieren als Bier? Wer eine Vorliebe für etwas deftigere Käse hat, kann bestätigen, dass besonders der Geruch großen Einfluss auf den Gesamteindruck nimmt. Dieser kreiert eine gewisse Erwartungshaltung, wie ein Lebensmittel schmecken wird. Am Gaumen und auf der Zunge setzt sich der Geschmack grundsätzlich aus den Komponenten süß, salzig, sauer, bitter und "umami" (japanisch für wohlschmeckend) zusammen. Die Wahrnehmung wird allerdings noch von weiteren Faktoren beeinflusst. So intensiviert ein hoher Fettanteil die Aromen des Käses durch eine bessere Verteilung im Mundraum. Interessant an der Kombination von Käse und Bier ist natürlich auch die Kohlensäure. Diese transportiert die Aromastoffe aus dem Mund in die Nase und fördert so die retronasale Wahrnehmung. Des Weiteren hält der Geschmacksgegensatz von einem leicht bitteren Bier und dem cremigen Milchprodukt Käse einige Überraschungen bereit. Es passt nicht jedes Bier zu jedem Käse, aber es gibt für jeden Biertyp den passenden Begleiter. So muss laut Bierpapst Conrad Seidl die Kombination von Blauschimmelkäse und Stout im Himmel erfunden worden sein. Bier und Käse ist ein vollkommenes Geschmackserlebnis, welches Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Noch nie wurde so viel über Bier geredet:

Craft Beer sorgt in der Bierszene für Furore. Doch was ist eigentlich Craft Beer? "Craft Brewing" direkt übersetzt bedeutet "handwerkliches Brauen". Diese Übersetzung alleine reicht jedoch nicht zur Definition aus:
Die Craft Bier Szene repräsentiert eine große Vielfalt an verschiedensten Bierstilen, hohe Qualität der Rohstoffe, unkonventionelles Brauhandwerk, angewandte Kreativität und auch Auflebung historischer Bierstile. Das Ganze vollkommen unabhängig von Konzern-Wirtschaft. Die Biere bewegen sich weg von Mainstream- und Einheitsbieren hin zu deutlich fokustierten und definierten Geschmäckern. Dies muss jedoch nicht heißen, dass diese Spezialitäten keine hohe Trinkfähigkeit haben. Erfrischend angenehme, harmonische Biere können ebenso gefunden werden wie komplexe und fulminante Braugüter. Jeder Stil mit eigener Geschichte und besonderer Harmonie zu Speisen, Jahreszeiten und Aktivitäten im Leben.